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Die
alljährliche Weihnachtsausstellung hat sich in den
letzten Jahren zur Tradition und zum Publikumsmagnet
entwickelt. Gezeigt werden über 300 wertvolle Exponate.
Stilvoll, im wunderschön stuckierten Speisesaal und
Gartensaal, sind Weihnachtsbäume mit Schmuck aus
der Zeit von 1900-1920 zu sehen. Ergänzt werden die
Bäume durch einen weihnachtlichen Gabentisch für Kinder,
wie es ihn damals in großbürgerlichen Häusern gab.
Ungewöhnlich sind weitere drei kleine Weihnachtsbäume
aus gefärbten Gänsefedern, die im Krieg in Lazaretten
oder auf Schiffen Verwendung fanden. |

Die Ausstellung zeigt aber vor allem einen Querschnitt
der schönsten Christbaumschmuck-Stücke aus der Zeit um
1900. Viele stilvolle und ungewöhnliche Objekte gibt es
zu bewundern, etwa Kerzen aus Porzellan, die mit
Petroleum befeuert werden konnten oder einen wertvollen
„Candy Container“ in Form eines Mondes, in dem zum Fest
Süßigkeiten aufbewahrt wurden.
Eine wertvolle Seltenheit ist eine 19teilige
Schäferszene der Zeit um 1880 aus Tragant, einer
essbaren Masse aus Mehl, Wasser und Gummi. Besonders
beliebt waren auch „leonische Drähte“, welche die Kugeln
oder Formteile umspinnen, bunte Papier-Oblaten, die auf
Lebkuchen oder Wattefiguren geklebt oder an den Baum
gehängt wurden, prächtige „Kometen-Sterne“ aus fein
gesponnenen Glasfäden oder dickwandige
„Biedermeier-Kugeln“, die ältesten Vorläufer der
formgeblasenen Christbaumkugeln. Ein besonderes schönes
Stück ist ein gläserner, bemalter Engelskopf mit
eingesetzten Augen. Häufig hatten die „Schmuckstücke“
aber auch nur geringen weihnachtlichen Bezug wie
Schnuller, Schirme, Autos, Tiere oder Pflanzen.
Kerzenhalter zeigen sinnreiche Erfindungen, wie z. B.
schwere Bleigewichte an einem Pendel, welche die Kerzen
stets senkrecht halten oder 45 cm lange Kerzenhalter,
die am Stamm befestigt wurden. Weiterhin sind schöne
alte Weihnachtsgrußkarten zu sehen, Gablonzer
Glasperlenschmuck und gläserner Baumschmuck aus Lauscha
- sowie alte Werkzeuge, mit denen die Kugeln in Form
gebracht wurden.
Historisch besonders interessant sind die
politisch-propagandistischen Verirrungen beim
Weihnachtsschmuck der wilhelminischen Kaiserzeit oder
des Dritten Reiches, die selten zu sehen sind.

In diesem Jahr kommt ein weiterer
"Glanzpunkt" hinzu: Neben einem Weihnachtsbaum mit
Schmuck aus der Zeit um 1890/1900 mit Krippenfuß und
Gabentisch, einem Jugendstil-Weihnachtsbaum ganz in
Silber und einem von der Decke hängenden Baum, der
belegt, wie im frühen 19. Jahrhundert geschmückt wurde,
wird erstmals ein weiterer Baum ausschließlich mit
gläsernern Vögeln gezeigt. Solche waren bis in die 20er
Jahre (und später wieder in den 50ern) sehr beliebt.
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| Als besondere Attraktion zeigen wir eine große
Modelleisenbahnanlage (mit Uhrwerk- bzw.
Elektro-Lokomotivantrieb) der Spur 0, fast
ausschließlich mit „Märklin"- und
"Bing"-Artikeln aus der Epoche
1900-1935. Während viele Eisenbahnanlagen, die zur
Adventszeit vorgeführt werden, aus späterer Zeit
stammen, ist die des Kreismuseums von ganz besonderem
historischem Reiz. Das gilt nicht nur für den seltenen
Spur-Null-Schienenzeppelin oder die verschiedenen
Bahnhöfe.

Schauen Sie auf Gleise und farbenfrohe Züge zusammen mit
authentischem Zubehör (Kran, Fußgängerbrücke,
Läutewerkhäuschen, Tunnel usw.) in der kurz nach 1900
sehr beliebten sogenannten „Spur Null“! In diesem
Abbildungs-Maßstab (1:45) wird jeweils ein Meter des
Vorbilds auf 2,2 cm im Modell verkleinert. Für die
Besucher bedeutet das die gelungene Verbindung einer
guten Sicht auf relativ großes Schienenmaterial mit
interessanter Streckenführung. Die Besucher können sich
auf spannende Zugfahrten (auch
im Mehrzugbetrieb mit Uhrwerk- bzw.
Elektro-Lokomotivantrieb freuen).
Die Eisenbahn fährt an den beiden Tagen des „Insel-Advents“,
an denen das Museum - wie immer - freien Eintritt
gewährt. Am 24., 25., 26. und 31. Dezember ist
geschlossen, jedoch bietet sich die Ausstellung zwischen
den Festtagen zu einem geruhsamen Besuch geradezu an.
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