Ratzeburg feiert 950jähriges Stadt-Jubiläum.
Aus diesem Anlass zeigt das Kreismuseum eine Ausstellung mit 80
sehenswerten Ansichten der Stadt aus sechs Jahrhunderten.
Besonders beeindruckend ist die älteste bekannte Stadtansicht,
ein Kupferstich von Gerd Hane mit Darstellung des Schlosses aus
dem Jahr 1588, von dem das Museum ein koloriertes Exemplar
besitzt, das aus konservatorischen Gründen nur zu besonderen
Anlässen gezeigt werden kann.

Medaille von 1693
Das 17. Jh. ist mit einer Darstellung der Beschießung der Stadt
durch die Dänen 1693 u.a. auf einer Münze vertreten. Eine
künstlerisch hochwertige Federzeichnung von 1728 von F. B.
Werner zeigt die einzige bekannte Ansicht des Vorgängerbaus des
heutigen Herrenhauses auf der Dominsel.

Ansicht von Ratzeburg, 1824, farbige Lithographie
Glanzstücke aus dem frühen 19. Jh. sind zwei Werke von August
Albrecht Christian Tischbein, dem Cousin des berühmten Johann
Heinrich Wilhelm Tischbein, der durch das Bild „Goethe in der
Campagna“ bekannt geworden ist.

Ansicht von Ratzeburg, um 1840
Es gibt nicht nur Graphiken zu sehen, sondern auch Ölgemälde,
etwa von Karl Gatermann oder Ida Giesecke, die im frühen
20. Jahrhundert die Mühle am Küchensee malte, sowie
Ratzeburg-Ansichten auf Porzellantassen, Silbertellern und
Pfeifenköpfen, die schon als Souvenirs um 1900 die Touristen
erfreuen sollten.
Das 21. Jh. wird durch die Pogeezer Künstlerin Edith Holtz-Raber
vertreten. Auch eine Kuriosität gibt es zu bestaunen: Eine
Ausgabe der „Lübecker Nachrichten“, noch original verpackt in
einer Banderole mit Grüßen zum 900. Stadtjubiläum.
Ausstellungseröffnung durch Dr. Klaus J. Dorsch ist am 11. Mai
um 20 Uhr. Hierzu sind nicht nur Ratzeburger herzlich
willkommen.
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